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Written by Uwe
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Friday, 10 November 2006 |
Nun endlich habe ich wiedermal die Zeit und die Muße um ein paar Zeilen in die Maschine zu klopfen. Es ist nicht ganz so leicht wie ich mir das vorgestellt habe mit meinem Newsletter und den Infos die ich immer online stellen wollte. Da fehlt einmal die Lust um was zu schreiben und dann hat man nicht immer einen PC bei der Hand und dann gibt's hin und wieder kein Strom oder andere Dinge die wieder einmal die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Schließlich hat doch noch alles geklappt, nicht zuletzt wegen all den positiven Rückmeldungen für die ich euch sehr verbunden bin. Auch den zahlreichen Surfern die immerwiedermal auf meiner Seite vorbeidüsen sei hier einen herzlichen Dank ausgesprochen!
In den letzen acht Monaten in denen ich hier in Zimbabwe bin, ist soviel passiert da weiß ich ja gar nicht wo ich beginnen und wo ich aufhören könnte. Sicher ist nur das es ein total schönes Land ist und entgegen den verschiedenen Meldungen die offensichtlich in Europa verbreitet werden, ein Land in dem man sich sicher fühlen kann. Nicht umsonst nennen es viele Bewohner ihr auserwähltes Land!
Meine ersten Besucher aus Österreich sind letzte Woche wohlbehalten wieder in Feldkirch gelandet und haben alles ohne ernsthafte Blessuren überlebt. Also diejenigen unter Euch die sich für einen Besuch interessieren sollen sich sicher fühlen und sich trauen zu kommen! Ich habe mit meiner Nichte und meinem Göttibuab die Hälfte von Zimbabwe angesehen und bin mit denen durchs Land gekurft. Es waren tolle aber leider zu kurze 12 Tage in denen wir Programm für drei Wochen gestopft haben. Wir sind dann mit meiner Neuanschaffung eines Mazda PickUp's ca. 3000 km durchs Land getuckert. Leider hat sich Bizi, weil mein Geldscheißer auf Urlaub ist, in die Mitte des Single Cabs quetschen müssen. Wir haben ihm jedoch Kissen unterlegt und er sagte er fands ganz fein
Wir haben die meisten der Sehenswürdigkeiten, die sich auf der Hauptroute durchs Land ziehen, angeschaut. Da war Harare die Hauptstadt - davon sahen wir nicht viel - dann Bulawayo - wo wir auf Leichtgepäck umgestellt haben - weiters sind wir in den Hwange Nationalpark vorgedrungen - in einer Tagestour durch den Park haben wir ein paar beeindruckende Fotos von den wilden Tieren Afrikas geschossen - bis wir dann zu den VicFalls gefahren sind - dort haben wir die Fälle begutachtet - und schlussendlich nach Binga gedüst sind - wo wir uns wegen der Hitze die uns unbeschreiblich zugesetzt hat auch bald wieder aus dem Staub gemacht haben - zum Schluss sind wir über eine etwas andere Route zurück zum Ausgangspunkt gefahren. Alles in allem war es ein super Ausflug der wegen den großen Distanzen etwas anstrengend war. Fotos werden folgen aber wegen der microbandbreite kann es noch Jahre dauern bis diese online sind
einfach http://www.easyuwe.com in einen handelsüblichen Browser pressen und nachschauen, es wird schon werden
Das war soweit die Kurzfassung für die vergangenen zwei Wochen. Gerade eben sitze ich schon wieder in Binga. Ich bin etwas froh darüber, daß die Hitze etwas nachgelassen hat und sich Tagsüber eine Briese bemerkbar macht. Es hat nun dennoch anstrengende 31 grad Celsius (im kühlsten Raum des Hauses, 3 Std. nach Sonnenuntergang). Aber es ist nicht mehr so heiß, wie eine Woche zuvor. Dort war es in der Nacht noch so heiß das man kein Auge zubekam und der Ventilator an der Decke trotz Vollgas keine Erleichterung brachte. Das Gefühl war wie wenn man in einem Backofen mit Umluft sitzt und man auf einer Heizdecke liegen würde. Soviel zu den Temperaturen die hier in Binga so herrschen. In Bulawayo sieht die Sache schon anders aus da sind die Leute wegen des hereinbrechenden Regens schon wieder am zittern mit 15 grad Celsius, die in Afrika ganz schön kalt sein können!
Wie die neuen Fotos nun bezeugen, war ich bevor ich die zwei Wochen Urlaub angetreten habe in Hwange am Game Count als Wildtierzähler unterwegs. Eingeladen von einem Freund an dem Count teilzunehmen haben wir ein Team mit 4 Mitgliedern aufgestellt und sind gemeinsam mit weiteren ca. 76 countern in den Park einmarschiert. Das Zählen des Tierbestands gehört zu einer weitläufigen und gut durchdachten wie ausgeklügelten jährlichen Aktivitäten der Wildhütertruppe in diesem und auch anderen Parks in Zimbabwe. Es wird bevor beginn der Regenzeit, erstes Vollmond-Oktoberwochenende, der Tierbestand von freiwilligen Mitglieder der Wildlife Society of Zimbabwe, die sich in Gruppen (durschnittlich zwischen 2 bis 4 Personen) formieren und an unterschiedlichen Wasserlöchern verteilen und genau 24 Stunden lang die ankommenden Tiere gezählt. Das heißt in der Nacht wird natürlich auch noch mithilfe des Mondes ein Schakal zum Löwen gemacht und schnell in die Liste gekritzelt - nein da geht alles sehr professionell zu und dank unserem Afrikakenner und Tierexperten, Kalle, haben wir alles ordnungsgemäß und richtig gemacht! Übrigens werden anhand den Daten die Statistiken erstellt die dann fürs nächste Jahr gelten. Dumm nur wer ein Tier gezählt hat das nicht in Zimbabwe vorkommt
:-)
Jedenfalls gehört das Wochenende im Park zu einem sehr speziellen Höhepunkt in meiner Zeit in Afrika. Es war ein echtes Erlebnis inmitten der Wildnis des gut geführten Parks der als größter Park in Zimbabwe die meisten Tiere beherbergt.
Die neuen Fotos zeigen wie wir mit den Ferngläsern die Giraffen in weibliche und männliche Exemplare einteilen und dann noch eine Herde Büffel (84 Stück!) ganz aus der nähe betrachten. Die Büffel sind früh morgens ganz gemütlich und direkt neben unserem Lager eingetrudelt. Die massive Herde die ganz dicht gedrängt etwa 30 bis 50 Meter von uns entfernt ihren durst gestillt hat, strahlte ein ganz eigene art von Ruhe und Macht aus. Diese geballte Ladung von Kraft wollte von uns keiner direkt vor seinen Augen entfesselt wissen und vom Anmut dieser Tiere fasziniert haben wir uns Ehrfürchtig ganz behutsam und leise bewegt. Die Herde hat auch zwei Löwen mitgebracht. Es war genauergesagt eine Löwin mit Kind. Dieser Anblick war einer der herausragensden an diesem Wochenende. Das ganze Wochenende war ein voller erfolg und einfach klasse! Wir hatten eine tolle Zeit und ein super Team! Vielen Dank Kalle, für deine Bemühungen und deine Organisation.
Zwischen dem counten und dem rumreisen mit den Besuchern habe ich noch das DW-Meeting (Development Worker) einschieben müssen. Diesmal sind wir in die höheren Gefilde des Nyanga Nationalparks geflüchtet. Weils etwas kühler ist und sich dort auch sonst gut aushalten lässt sind wir (eine kleine eingefleischte und zusammengeschweißte Truppe von 7 Personen) natürlich ein paar Tage früher eingelaufen und haben uns mit den mitgebrachten Tretmühlen bzw. Drahteseln (das sind die billig Fahrradimitate aus tschingtschong) auf diverse Hügel und für die dies besonders heiß mochten auch Berge hinaufgequält und hinuntergepresst. Ich war da eher einer der kühleren Sorte der dann lieber auf halbwegs kehrtmachte und dann zusause sich ums Futter gekümmert hat.
Alles in allem war es eine sehr fruchtbare und ganz tolle Woche! Für mich auch besonders weil ich bei der teambuilding Aktivität wiedereinmal eine glücklichere hand bei der Auslosung hatte und ins richtige Gewinnerteam gewählt wurde. Nun jedenfalls haben wir den Wanderpokal für diesesmal einheimsen können und das "Boom-Svakanaka"- Team hat sich somit als Sieger in die Geschichte der Teamsportakivität verewigt.
Ansonsten habe ich noch mit zwei weiteren Kollegen den dortigen Berg bestiegen. Davon kann das Gipfelfoto zeugen (des komische Eisending hatte irgendwie nicht die form eines Kreuzes
). Es war ein herrlicher Ausblick und ein Toller tag mit diesem wir die Woche ausklingen ließen.
Soviel mal von den letzten 6 Wochen, die wiedermal eine sehr kurzweilige Zeit beschieden und mich mit neuen Eindrücken und Erfahrungen ausgestattet haben. Ach bevor ich es vergesse, ich hatte es zwar angeschnitten aber nun ist unsere Trennung ganz offiziell und die alte "Lady" muss sich nun einen "neuen" suchen. Ich habe mich von meinem Land Rover getrennt. Sie hat dauern rumgezickt und ist mir auch sonst zu laut geworden. Ich meine da war zwar viel lärm aber es ging irgendwie nichts voran. Das und dann noch dass die Lady dauernd gesoffen hat wie verrückt und dann während der Fahrt Wasser lassen musste war dann einfach zuviel des guten, da hab ich sie einfach Verkauft. Nun darf ich einen PickUp von Mazda, leider nur ein Zweisitzer, mein eigen nennen. Der säuft weniger und man kann sogar während der fahrt Musik hören, ein mir lange verwehrter Wunsch
Soviel nun aus dem brüllend heißen Binga
Euer Uwe, Glut heiß und immer Easy
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