EasyUwe is Traveling
 
Main Menu
Home
Disclaimer
News
Misc
Blog
Links
Contact
Search
GuestbOOk
Photos
Login Form





Lost Password?
Latest News
 
You are here: Home arrow Blog arrow Beginnen und einrichten… Das leben in Zim!
Beginnen und einrichten… Das leben in Zim! PDF Print E-mail
Written by Uwe   
Tuesday, 02 May 2006
Erzähungen aus dem täglichen Leben in Zim...

Das anfängliche Eis vom neuen Leben war gleich gebrochen. Freunde zu finden war bei der Gastfreundschaft von Helga, Gary, Wendi, Ingrid, Gerlinde, Josef und Familie, Cathy, Karl, Imbke, Elisabeth, Emoulda, Vaida, Fredi & Rita und allen anderen Menschen die mir auch sonst noch geholfen haben, auch gar nicht schwer.

Aber nun zu meinen Geschichten die das Leben hier so schreibt und einen verzweifeln lassen und/oder auch sehr beflügeln können. Also eins muss ich euch vorweg nehmen: Das leben hier ist ein voller Hit! Man kann es sich als Europäer sehr gut gehen lassen und für vergleichbare europäische Preise kann man hier sehr günstig wegkommen oder im vollen Luxus leben. Die Klinge hat aber 2 Seiten und das habe ich hier gleich festgestellt, dass der oft wundersame Wohlstand von Einem auf dem Armutszustand des ausgenützten Anderen beruht. Übrigens was im Kleinen ist, kann man auch eins zu eins auf das Große übertragen. So bekommt alles ein etwas bitterer Beigeschmack.

Leider (zum Glück?) bekommen das viele der Urlauber nicht mit aber die bleiben wegen des wirtschaftlichen Engpasses in Zim ehh Zuhause. Die wirtschaftliche Lage (damit meine ich nicht die der Gastwirten, die liegt für mich nämlich günstig) lässt einen oft die Nase rümpfen und die Haare zu berge stehen, weil man sich wieder einmal eine halbe Stunde anstellen muss weil der Kassier die Millionen zählen muss und der größte Schein ein 50.000,-er ist, der aber ist so selten wie ein Wienerschnitzel und normalerweise ist der 20ig tausender der der immer Verwendung findet. Für diejenigen welchen die sich mit der Zahlenlehre und Arithmetik etwas auf Kriegsfuss befinden, dass sind 50 dieser zarten Scheinchen um eine Mille auf die Theke zu klatschen und das bei einer durchschnittlichen Rechnung von ca. 2,9 Mille (und steigend) wenn mal eben mal einkaufen geht.
Das mag lustig klingen, ich gebe ja zu dass ich auch gelacht habe als ich solche Geschichten gelesen habe als ich noch eine Heizung gebraucht habe, aber wenn man das öfters mal mitmacht dann überlegt man sich ob man nicht einfach spontan Erfinder wird und eine Taschenzählmaschine für Banknoten erfindet und damit Milliarden verdient die man gar nicht tragen kann ;-) Das ist aber nur eine Seite der Medaille, die andere ist nämlich das man kaum was kaufen kann was man braucht, weil der Import nicht fruchtet und man Kilometerweise damit verbringt im Ausland sein spärliches Gehalt loszuwerden.

Nun habe ich wohl etwas hart zugeschlagen und den Glanz vom Leben etwas ermatten lassen es ist aber im Vergleich zum positiven Lebensgefühl das sonst so in Zim herrscht ein Erträgliches übel mit dem man fertig werden kann. Afrika ist nämlich der Kontinent indem man Pläne macht und sich zu helfen weiß mit Improvisation! Wenn auch die Lage noch so aussichtslos für uns Europäer erscheint kriegt man hier alles geradegebogen. Und wenns heute nicht klappt dann eventuell nächste Woche. Das mit der „Zeitverschiebung“ hier in Zim ist etwas damit werde ich heute noch kaum fertig aber ein aufkommendes völlig egal Gefühl hilft mir sehr dabei mich anzupassen. Dabei hat mich die ZV am härtesten getroffen als ich nach Binga zurück wollte. Ich habe mein Timing so abgestimmt dass ich nach dem Osterwochenende nach Bulawayo zurückkomme um mein eigenes und persönliches Auto entgegenzunehmen. Das dies nur mein Timing war und nicht auch das von denen die mein Auto erst klar machen mussten, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht in mein Köpfchen gegangen. So hat sich dann die Autoübernahme um eine Woche verschoben. Davor, weil ich ja ein kleines Organisationsgenie bin, habe ich mein Motorrad (ich würde es eher als Moped bezeichnen) in empfang genommen. Das hat mir Mobilität verschafft bis ich mich zum Autobesitzer entpuppt hatte. Zumindest solange bis mir das Kupplungsseil gerissen ist. Aber da ich ja auch schon teilweise „afrikanisiert“ bin habe ich mal einen Plan gemacht und das Improvisieren hat mich dann bis zum ordentlichen Kupplungsseilschnitzer gebracht. OK, ich gebe ja zu, dass das wissen ohne Kupplung ein Fahrzeug betreiben zu können, hat das ganze etwas beschleunigt. Da ich aber meinen gelben Helm steht’s getragen habe, war das nur halb so gefährlich. Da war das Einkaufen der Fueldrum (Benzinfass) ein schon gefährlicheres unterfangen und das nicht nur wegen der Fahrt... Übrigens davon habe ich ein Foto und zwar von Helga und mir als wir vom „Einkauf“ bei den Brooking´s einlaufen! Und an dieser Stelle möchte ich Helga herzlichst danken da sie mit ihrem uneingeschränkten Vertrauen zu mir, ihren Organisationskünsten und unzähligen Hilfestellungen mir wahnsinnig geholfen hat und immer zur Seite steht wenn ich wiedermal was nicht geradegebogen kriege. Ob mit einem gerissenen Kupplungsseil oder einem überhitzten Motor und einem auseinander gefallenen Lichtmaschine wenn ich irgendwo in der Pampa stehe, dann ist Helga die Rettung! Also Erfahrungsreichtum kann ich mir schon jetzt auf die Stirn tätowieren lassen, soviel soll verraten sein!

Übrigens der Kupplungsseilschnitzer hat mir den Mantel des Seils gekürzt und dafür die Seele zu lang geschnitzt und dafür weil er`s zweimal anfassen musste hat er dann einfach mehr verlangt. Das ist ausgleichende Gerechtigkeit. Oder wie wir im Vorbereitungskurs (der uns leider nicht auf diese „speziellen“ Situationen vorbereitete) gelernt haben: Die „West“ – „Süd“ Umverteilung! :-p

So das war’s fürs erste, mal soweit. Wie ich das Osterwochenende verbrachte das könnt ihr gerne den Bildern entnehmen. Und wie ich dann im 3ten Anlauf sicher nach Binga gekommen bin verrate ich dann das nächste mal wenn mich wieder die Schreibwut packt und ich die Geschichte von meinem Auto und der Fahrt auspacke.

Ich wünsche all den LeserInnen nur das Beste und Danke für die vielen Besuche!

Euer Uwe ganz Easy…
Last Updated ( Sunday, 16 July 2006 )
 
< Prev   Next >
 
Polls / Umfragen
Abonierst du Seiten mit RSS-Feeds?
 
Popular
 
         

© 2010 EasyUwe is Traveling
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.